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16. Sicherheit

Ohne an dieser Stelle ausführlich auf Recht und Unrecht oder die Logik von Staatsschutzbespitzelungen eingehen zu wollen, möchten wir doch allen Menschen, die sich hier und anderswo im Widerstand tummeln, ein paar grundsätzliche Hinweise ans Herz legen.
Weiterführende Literatur gibt's im Anhang.

Telefone/Telefonzellen
Grundsätzlich können alle Telefone, gleich wie sie funktionieren, abgehört werden. Die Technik ist so weit fortgeschritten, daß wir selten Hinweise über Knacken oder Rauschen in der Leitung bekommen.

Handys
Zum Umgang mit Handys nur ein ganz kurzer Abriß:
· der Handyfunkverkehr wird abgehört
· alle Handys sind per Funkortung anpeilbar. Unter Umständen sogar ohne Akku
· die Handyfunknetze brechen hier des öfteren zusammen. @Sowohl wegen Überlastung, als auch wegen "Softwarefehlern" in der Vermittlung.
(Die Bullen haben einen Zugang mit Sondercodierung)
· Adressbücher im Handyspeicher; am besten löschen oder anderweitig zwischenlagern, EA-Nummer speichern.

@ Computer
Zum sicheren Umgang mit Computer, dem Internet und e-mails gibt es umfangreiches Material. Auch in "Durch die Wüste" nachzulesen (s. Literaturliste).Wir können hier nur auf einge, wichtige Punkte hinweisen
· alles surfen im Internet hinterläßt Spuren.
· schickt uns bitte keine Gedächtnisprotokolle per e-mail oder Fax.

Kalender, Adressbücher, Aufzeichnungen etc.
haben im Demo-Handgepäck und auch im PKW nichts zu suchen. Schnell ist eine Person oder ein Auto durchsucht. Auch in der Privat - oder Gastwohnung sollten keine solche Dinge rumliegen.

?? Wer steht da eigentlich neben mir..?
Verdeckte Ermittler, Kripo in Zivil, V-Leute... alle tragen sie nicht mehr den langen Trench Coat oder Sonnenbrille. Von bieder bis sportlich, von Teesocke bis Punk ist ihr Repertoire unserem Outfit angpasst. D. h. bevor ich mich mit FreundInnen oder meiner Gruppe bespreche, schaue ich mich mal um, wer da noch so rumsteht und große Ohren bekommt. Aber vergeßt dabei nicht, daß wir immer mehr Menschen werden. Viele sind neu. Es mangelt ihnen an Informationen. Nicht alle, die unmotiviert in der Gegend rum stehen, gehören zum Staatsschutz.

Nach Aktionen haben die meisten Menschen das Bedürfnis über ihre Erlebnisse zu sprechen, entweder weil sie einen besonders fiesen Polizeieinsatz erlebt haben oder weil die Aktion so wunderbar und pfiffig gelaufen ist. Auch hier bedenkt, wer neben euch steht, wo ihr redet und ob es überhaupt nötig ist. Wenn Aktionen gelaufen sind, geht es niemanden mehr etwas an, wer geplant hat oder dabei war. "Wir brauchen unsere HeldInnen ".